Von indirekten Attributen

Manchmal fehlt eine Eigenschaft sowohl als Fertigkeit (weil man keine neu einführen will oder gar keine benutzt) als auch als Attribut (es ist zu unwichtig, aber es soll auch nicht mit einem bestimmten Attribut gleich gesetzt werden).

Dann empfiehlt sich die Methode der indirekten Attribute, bei welcher die fehlende Eigenschaft an drei bestehende Attribute gekoppelt wird und, da Durchschnittsberechnung unsexy ist und naturgemäß immer Durchschnittswerte ergibt, dem zweitbesten dieser Attribute gleichgesetzt wird.

Beispiel:

Ich will Werte für Wahrnehmung und für Anmut („Comeliness“) einführen. Der Paladin Peispil von Exemplarien hat die Attribute STR 15, GES 11, KON 14, INT 8, WEI 15, CHA 17.

Wahrnehmung (WAH) definiere ich als abhängig von

  • Geschicklichkeit (GES), wegen der Reaktionsschnelligkeit,
  • Intelligenz (INT), wegen der geistigen Verarbeitung von Sinneseindrücken, und
  • Weisheit (WEI), wegen der erforderlichen Vernunft, Vorsicht walten zu lassen.

Unser forscher Freund Peispil hat also lediglich WAH 11, worauf ich ihm noch Abzüge für den schweren Topfhelm gebe. Das Attribut WAH werde ich natürlich auch für Überraschungswürfe nutzen.

Anmut definiere ich für männliche Personnagen als abhängig von

  • Stärke (STR), weil Muskeln schön sind,
  • Konstitution (KON), weil ein gesunder Körper schön ist, und natürlich
  • Charisma (CHA), weil Ausstrahlungskraft schön ist.

Hier meint es das Schicksal gut mit dem anmutigen Peispil von Exemplarien, mit ANM 15.

Für weibliche Personnagen ermittle ich die Anmut aus

  • Konstitution (KON), weil ein gesunder Körper schön ist,
  • Weisheit (WEI), weil ein pflegsamer Körperumgang schön macht, und natürlich wieder
  • Charisma (CHA), weil Ausstrahlungskraft schön ist.

Eine Peispilia von Exemplaria käme so ebenfalls auf ihre ANM 15.

Ich meine, durch irgendeinen englischsprachigen Blog auf diese Methode gekommen zu sein, kann mich aber leider nicht mehr an die genaue Inspirationsquelle erinnern.

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Published in: on Januar 22, 2013 at 7:59 pm  Comments (2)  

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Was ist denn mit weiblichen Muskeln? Sind die etwa nicht schön? 😉
    Und was ist mit der Geschicklichkeit, die anmutige Bewegungen erlaubt?
    Mir scheint eine Verknüpfung von Geschicklichkeit, Konstitution und Charisma sowohl für männliche als auch für weibliche Spielfiguren passender.
    Jedenfalls eine gute Idee!

  2. Man kann natürlich auch GES, KON, CHA für die Anmut weiblicher Personnagen nehmen, das erscheint mir auch sinnvoll.

    Tatsächlich benutze ich in meinen Kampagnen bisher nur das Nebenattribut Wahrnehmung wie oben dargelegt. Anmut braucht man zu selten.


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