HOMEKA – Das Spiel über Mechs als wandelnde Eigenheime

Als die Menschen Zephyr besiedelten, war dieser Gasriesenmond reich an Wasser und Leben. Nun, im Jahr 2654 AD, ist das Paradies seiner Ressourcen beraubt, übrig bleiben Sand, orkanartige Stürme und einige mit aggressiven lila Salzen verseuchte Seen, die kläglichen Überreste des Ozeans, den die Konzerne in den Orbit pumpten und in Sternenschiffen exportierten. Das Sternenportal ist zerstört, der Ressourcenkrieg zwischen den Konzernen wurde zum Überlebenskrieg der Zurückgelassenen.

Nun, nachdem die höchsten technologischen Wunder irreparabel zerstört sind, und Munition nur noch in Restbeständen gehortet wird, arrangieren sich die Überlebenden mit ihrem Dasein in Städten und Dörfern zwischen gigantischen Wanderdünen, Tagebauwüsten und radioaktiven Todeszonen.

Glücklich aber kann sich schätzen, wer zur Crew eines Mechs gehört. Diese ehemaligen Kriegsmaschinen der Konzerne können längst nicht mehr von nur einem Piloten in voller Synergie mit der Maschine betrieben werden, denn sämtliche Synchronisationsstationen sind vernichtet. Um sie überhaupt im Rangiermodus verwenden zu können, wurden sie drastisch umgebaut, Kabel wurden neu verlegt und Raum für Stationen zum Bedienen der verschiedenen Subsysteme wurden eingerichtet, beengte Schlafplätze und Küchennischen für die Besatzung eingerichtet. Fehleranfällig und ungelenk mögen diese HOMEKAs sein (Wortkonstrukt offenbar aus „mobile home“ und „mecha“), doch um Konvois Geleitschutz zu bieten oder die trockene See nach brauchbaren Ressourcen zu erkunden sind sie die besten Maschinen, die Zephyr zu bieten hat. (mehr …)

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Terraforming Mars [Brettspiel]

Auf der Erde wird es eng und ein neuer Planet muss her. Die Erdregierung ködert mit einem üppigen Subventionierungsprogramm Konzerne, die den Mars terraformieren sollen. Dabei gilt es, gemeinsam, aber im Wettbewerb drei globale Parameter so weit zu erhöhen, dass der rote Planet halbwegs komfortabel bewohnbar wird: Der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre muss von null auf 0,14 atm Partialdruck erhöht werden (im Spiel ausgedrückt als 14% der Standardatmosphäre), was irdischen Bedingungen auf 3000m über dem Meeresspiegel entspricht, die Durchschnittstemperatur in Äquatornähe muss von -30°C auf +8°C erhöht werden und, um ein sinnvolles Klima zu ermöglichen, muss die Oberfläche des Planeten zu 9% mit Wasser bedeckt sein. Diese kolossale Aufgabe wird viele Generationen der Menschheit in Anspruch nehmen. (mehr …)

Published in: on April 17, 2017 at 6:05 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Abenteuer. Punkt.

Die sechste Ausgabe von AbenteuerPunkt ist da! Sie enthält, wie immer, echtes Spielmaterial eines Autorenkollektivs echter Spielleiter zum Selbstkostenpreis (als pdf, Print, Kombi): Abenteuer, Settings, Spielleiter-Werkzeuge. Was AP nicht enthält sind Auftragsarbeiten, Sammeleditionsbelanglosigkeiten, verkopftes Theoriegeschwurbel.

Konkret enthält AP#6: (mehr …)

Published in: on Februar 7, 2017 at 12:42 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Leben ist Leiden, Liebe ist Tod – das literarische Vermächtnis der Tanith Lee

Am 24. Mai 2015 verstarb die englische Fantasy-Autorin Tanith Lee. Sie hinterlässt uns ihre leidgeprüften Protagonisten: Helden, Dämonen, Verliebte, Verfluchte, Wahnsinnige, Depressive, Männer, Frauen, Geschlechtswandler. Ihre stilistisch versierten Werke können den Leser hypnotisieren, aber auch verwirrt zurücklassen. Nichts ist in ihren Erzählungen sicherer, als dass eben nicht das geschieht, was man sich wünscht, erwartet oder geraten zu haben glaubt. Spannungsbogen? Ein Täuschungsmanöver, um den Leser auf eine falsche Fährte zu wiegen. Genre? Ein Feld, das in einer Buchreihe nicht einfach ergründet, sondern kreativ bereichert wird, um in der nächsten ein völlig neues zu erschließen. Sword & Sorcery, Märchen & Legenden, Weltraum, Vampire, gotischer Schauerroman, Tanith Lee schmückte sie alle mit Opalen und Saphiren, Blut und Schatten. (mehr …)

Published in: on Mai 28, 2015 at 12:22 pm  Comments (1)  
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The Quickener (Kurzfilm)

Mercia, 1348: Osbert der Steinmetz hat ein Problem. Zur Produktion grotesker Monstrositäten für die Fassade der Kathedrale ist er in Vorleistung gegangen und hat sich verschuldet. Die Kirchenherren jedoch denken nicht daran, ihre Bestellung anzunehmen, denn aufgrund der Pestepidemie besteht keine Nachfrage mehr an Erschreckendem – schön, erbaulich, Hoffnung stiftend sollen Statuen jetzt sein. Osbert und seine Frau Tipharah fürchten nun um ihr Leben, denn der nur als „Flüsterer“ bekannte Geldverleiher und seine Gang sind eher spaßbefreit.

Die großherrliche Zahlungsunlust von Großauftraggebern kann auch heute noch kleine Handwerksbetriebe in die Insolvenz treiben. Ob diese Anlehnung an die Moderne der Grund dafür ist, dass sämtliche Dialoge des Films gerappt werden?

Hier anschauen.

Published in: on Mai 17, 2015 at 3:36 pm  Comments (1)  
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Ghoul empfiehlt: Yoon-Suin

Yoon-Suin the Purple Land, ein Fantasy-Setting von David McGrogan

Von den stinkenden Fluten des Götterflussdeltas träge umspült, erhebt sich die Gelbe Stadt mit ihren prunkvollen Pagoden und verqualmten Tempeln. Träge räkeln sich die Besucher der Opiumhöhlen, bis zur Heißerkeit streiten sich die Gelehrten in ihren Gildenhäusern und angeregt schlürfen Angehörige aller Kasten die exquisiten Gebräue in den Teestuben der Stadt. Die Sänftenträger der Schneckenmenschen trampeln über verkrüppelte Bettler und Verrückte hinweg. Versklavte Krebsmenschen schleppen Steine für den Bau neuer Paläste, während ein Dutzend alter Stadtteile unter dem Gewucher des Láhág-Dschungels dahinbröselt. (mehr …)

Published in: on April 8, 2015 at 4:01 pm  Comments (5)  
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Ist das noch Dark Sun?

Das schlechteste Dark-Sun-Abenteuer überhaupt heißt Black Flames. Es bietet eine öde Plot-Eisenbahn mit grotesk schlimmem Storytelling. Wo der Endgegner herkommt, was er eigentlich will (außer mächtiger werden) und was das mit seinem Vorgehen im Abenteuer zu tun hat ist vollkommen unklar.

Das schärfste aber ist die Regieanweisung zum Höhepunkt des Abenteuers, die könnte glatt aus V:tM sein:

This should be a very dramatic scene. If your players enjoy props, use house fans to whip up a wind (secure maps and character sheets first, though) and dim the lights as the thunderclaps approach. You could also set up a small strobe light to mimic the flashes of lightning (it’s a good idea to have a penlight for reading the adventure). All this will enhance the mood during this encounter.

Published in: on April 27, 2014 at 8:50 am  Schreibe einen Kommentar  
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Kurzrezension: Bad Myrmidon [Abenteuer]

Ein sehr trashiges Hack-n-Slash-Abenteuer für Erwachsene von Rafael Chandler, für einen guten Zweck. Es beinhaltet Myrmidonen, Amazonen und eine erfrischende Menge unnötiger Brutalität zwischen ebendiesen Veteranen des Trojanischen Kriegs. Es besteht zur Hälfte aus Hexploration und zur anderen Hälfte aus Dungeon Crawl und wirkt recht unterhaltsam.

Warnung: Hexfeld 507 ist von James Edward Raggi IV beschrieben worden und übetrifft erwartungsgemäß den Rest des Abenteuermoduls an Geschmacklosigkeit.

Published in: on Januar 20, 2014 at 12:26 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Kurzrezension: Fuck for Satan [Abenteuer]

Wie „Tomb of Horrors“, nur in geschmacklos.

Auf 666 Exemplare limitiertes Abenteuer von James Edward Raggi IV. Konsum ab 18, auf eigene Gefahr.

Published in: on Januar 20, 2014 at 12:12 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Kurzrezension: Der Medicus [Film]

Ein Film wie eine Wurst: Erst werden alle Zutaten durch den Fleischwolf gedreht und dann in ein Stück Darm gestopft.

Man kann sich natürlich auch Wurst schmecken lassen.

Published in: on Januar 1, 2014 at 6:14 pm  Schreibe einen Kommentar  
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