biznis international: Gábor Lux, Jeff Rients … – Module exklusiv in deutscher Sprache!

Die achte Ausgabe von AbenteuerPunkt ist da, schöner denn je, erstmals herausgegeben von der Projektgruppe Ergebnisoffenheit, Selbermachen und Abenteuer (PESA) des Nexus e.V., mit Spielleitermaterial internationaler Autoren!

Image of Abenteuerpunkt #08

Fans von Rappan Athuk und von Broodmother SkyFortress werden hier auf ihre Kosten kommen. Ich zitiere den Werbetext:

Die #8 des Abenteuerpunkts bietet diesmal selbstgemachtes aus aller Herren Länder und heißt deswegen „biznis international“. Die Ehre in Form von Textspenden von frischem Material geben uns Asen Gerogiev aus Bulgarien, OSR-Mitbegründer Jeff Rients und Gabor Lux aus Ungarn. Das 72-seitige Heft im DIN-A4-Format bietet zwei vollständige Abenteuer, eine Möbelvignette, und eine Regeloption, sowie 1 doppelseitig bedruckte DIN-A3 Karte. Das Material ist mit allen D&D-Derivaten bespielbar und beinhaltet die Artikel:

* Das Froschgottkloster: In einem entlegenen Sumpf steht die Ruine eines alten Klosters, welches einem altvorderen, unansehnlichem Kulte geweiht ist. Seit vielen Jahren machen alle, die es können, einen großen Bogen um diesen schleimig-schrecklichen Tempel des Tsathoggus. Doch nun braucht der örtliche Murtar-Kult zum Wohle der Landbevölkerung heilige Öle und Schmälze von den Froschbrüdern und entsendet Expeditionen dorthin. Ein großes Dungeon- und Wildnisabenteuer für Personnagen der 4.-6. Stufe. Bisher nur fragmentarisch und verteilt auf mehrere englische wie wie ungarische Produkte veröffentlicht. Bei uns nun auf Deutsch diese weltweit einmalige Zusammenstellung und wohl die definitive Version Des Klosters und seiner Umgebung!

* Nahkampf: Der MMA-Experte Asen bespricht Regeloptionen, die als Metastruktur in verschiedene Interaktionsstrukturen eingebaut werden können, um Nahkämpfe realistischer zu machen. An Beispielen orientierte Argumente für ein schulenbasiertes Nahkampfsystem werden vorgestellt.

* Dundagel: Aus der legendären Wessex-Kampagne bietet dieser vollständige Dungeon-Level einen direkten Einblick ins frühe FLAILSNAILS-Spiel, wie Jeff Rients es geleitet hat. Die Wessex-Kampagne war ein Megadungeon-Kampagnen Setting in einer Art England des 12. Jahrhunderts, lose basierend auf den Romanen von Thomas Hardy und dem unvollendeten Stück King Stephen von John Keats. Aus diesem unveröffentlichten Megadungeon bietet dieses Level euch ein Beispiel eines Old-School-Dungeon-Levels, welches dank der vielen Gruppen, die es besucht haben, seine eigene Geschichte entwickelt hat. Zahlreiche Räume wurden von Monstern und Schätzen gesäubert (nicht alle, wie ihr sehen werdet). Außerdem können, den Anstrengungen aller Aasfresser und Gallertwürfel zum Trotz, die Spuren vergangner Abenteuer aus der Umgebung gelesen werden.

* Der Trankautomat: Vignette zu einem mago-technischen Dungeonmöbel für zufällige Tränke. Achtung, der Automat wehrt sich gegen allzu gierige Misshandlung!

Insgesamt erweitert, aufbereitet, übersetzt; mit neuen Illustrationen versehen von Kelly Coleman, Denis McCarthy, Andrew Walter, Matthew Ray, Stefan Poag und Betty Baindl.

Die Wilden Gestade von Habichtgrau – Zwischenbilanz

Die Wild Coast von Greyhawk, ein DMG, fünf Spielleiter, unter ADDKON-Bedingungen auf Discord garen lassen – das ist das Erfolgsrezept der interaktiven Wilde-Gestade-Kampagne mit wechselnden Spielern. Von Erfolg kann man durchaus sprechen. 57 Spieler sind auf dem ADDKON-Discord angemeldet, davon 9 auch als Spielleiter, Anzahl wachsend. Die meisten Runden spielen in den Wilden Gestaden, manche finden sogar wöchentlich statt. Ein gutes Dutzend Spieler trifft man immer wieder an, in unterschiedlichen Gruppen.

Kartograph: Settembrini

Das sagen die Spielleiter über die Wilden Gestade:

„Blitzlicht! Inspiration durch Kooperation. Motivation durch Partizipation.“

„Mich begeistert vor allem die kreative Goldgräberstimmung.“

„Das Beste ist die Vielfalt an Zugängen, die alle miteinander Viben, das Jammen.“

„Die Anregung. Multidimensional sozusagen – Inspiration, Austausch, Getrieben Sein/Werden (positiv konnotiert), Helfen Können, Rückhalt und Rückmeldung Haben und Bekommen. Die Anregung. Auch: Das Soziale.“

„Gemeinsam Relevanz schaffen. Also Relevanz des Spielgeschehens.“

Viel wichtiger ist natürlich, was es den Spielern am besten gefällt:

„Die Sterblichkeitsrate in Tassanders Abenteuern.“

„Der Cast an Charakteren (Spieler und Nicht-Spieler), die die Wilden Gestade bewohnen.“

„Die Spielwelt ist weder schwarz noch weiß – als Spieler wähle ich häufig zwischen zwei Übeln das für mich geringere.“

„Das beste an den Wilden Gestaden: Daß ich oft spielen kann.“

„Mir gefällt das ADDKON-Prinzip am besten.“

„Das beste an den Wilden Gestaden ist die Auswirkung der Aktionen einzelner Spieler(gruppen) auf die anderen Gruppen der Gestade.“

Die Wilden Gestade mit ihren Städten Narkwoll (Narwell), Schutzheim (Safeton), Miesbohl (Badwall), Fax (Fix) und Elredd sind sogar schon so populär, dass manch einer über sie bloggt, ohne über sie zu bloggen!

Mehr über die Wilden Gestade erfahrt ihr auf der offiziellen Webseite, in Tassanders Werkstatt (Schutzheim), bei d6ideas (Narkwoll und Fax) und im Zock Bock Radio.

Mitspielen kann man über eine Einladung zum ADDKON-Discord-Server, welche man auf Anfrage von den ADDKON-Spielleitern erhält.

Published in: on Februar 23, 2021 at 8:28 pm  Kommentar verfassen  
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Bei allen Göttern, was ist das … ?

Published in: on Januar 23, 2021 at 4:35 pm  Comments (1)  
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Neuigkeiten von der Schwarzen Flagge

Renaud Maroy, Autor von Pavillon Noir, berichtet nach einer langen Stillephase Dramatisches, aber auch Erfreuliches. Originalnachricht bei Black Book Editions, Übersetzung wie folgt: (mehr …)

Published in: on Januar 18, 2021 at 1:07 pm  Kommentar verfassen  
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Ein Abend im Gasthaus

Diesen Abend sorgen folgende Gäste für Aufsehen:

Erster Wurf (1W6):
1 – Tanzende
2 – Singende
3 – Swingende
4 – Reihernde
5 – Raufende
6 – Schlammcatchende

Zweiter Wurf (1W6):
1 – bärtige Schafhirten
2 – Keuschheitspriesterinnen (z.B. Nonnen, Vestalinnen)
3 – Handelsfürsten
4 – Kynokephaloi (hundsköpfige Gnolle)
5 – wilde Bogenreiter-Söldner
6 – Huren

Dieser Beitrag zu einem Wettbewerb der Teilzeithelden im Januar 2014 hat damals leider nicht gewonnen.

Published in: on Januar 1, 2021 at 11:39 am  Comments (1)  
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Kamperduin

Der 11. Oktober 1797 ist ein glorreicher Tag für die Royal Navy. Vor Kamperduin drängt Lieutenant Archibald Thornton, dienstältester überlebender Offizier auf der HMS Belliqueux (64), die Brutus (74), das Schiff des Konteradmirals Bloijs van Treslong, aus der Schlachtlinie. Nach einem todesverachtenden Austausch von Breitseiten auf kurze Distanz ermutigt der Lieutenant durch einen kurzen, aber verheerenden Enterkampf den Konteradmiral zur Übergabe seines Säbels.

Published in: on Dezember 20, 2020 at 6:39 pm  Kommentar verfassen  
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Das Orakel

Ob Oerde, Dere, Toril, Krynn oder Mars, allen diesen Welten ist gemein, dass es dort einen Berg gibt in einer gänzlichen unwirtlichen Gegend, zu dem die Bittsteller strömen. Denn an dem Berg gibt es eine Höhle, und in der Höhle gibt es Felsspalten, so tief, dass sie in die Wurzeln des Berges reichen, und aus diesen Felsspalten steigt ein Rauch, der Rauch des Chaos. Wer diesen Rauch einatmet, den übermannt ein unheilbarer Wahnsinn, und der Unglückliche weidet sich selbst aus, oder er stürzt sich vom Gipfel des Berges, als sei er ein Adler und könne fliegen, oder aber er stirbt, langsam und siechend, an dem Unheil, dass seine Seele vergiftet. Nur das Orakel kann diesem Rauch widerstehen, und Einblicke in die verborgene Natur der Dinge erlangen, die der Rauch aus dem Chaos mit sich trägt, und zu diesem Orakel strömen die Pilger. Niemand kennt den Namen des Orakels, denn es ist alt, und sein Name vergessen, und es ist zu bescheiden, um mir, dem demütigen Berichterstatter dieser Chronik, zu erlauben, seinen Namen zu nennen.

Welche Wahrheit verkündet das Orakel dir, oh Suchender, der du von weit gekommen bist auf dem Pfad der Mühsal und Entbehrungen? (mehr …)

Published in: on August 6, 2020 at 2:35 pm  Comments (1)  
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Kleidung aus dem Rollenspiel-Fan-Shop – eine ghoulische Kritik

HazZzardeur Press, bekannt für die Enzyklopädie aus Fleisch und Blut und das Moor der ewigen Fäulnis, hat nun einen eigenen Fan-Shop für Kleidung und Accessoires bei spreadshirt.de (Link) eingerichtet. Da auch ein Ghoul heutzutage Kleidung trägt, unterziehe ich das Angebot einer eingehenden Prüfung.

Für den OSR-Hipster

(mehr …)

Published in: on Juni 23, 2020 at 2:59 pm  Kommentar verfassen  
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Deutschland hat ein Antisemitismus-Problem!

Glumbosch, seines Zeichens Aventurien-Fan, hat antisemitische Klischees in DSA-Publikationen aufgedeckt (zu seinem Blog-Artikel). Wie zu erwarten gibt es heftige Gegenreaktionen im DSA-Forum (Link) und auf Facebook. „Nestbeschmutzern“ geht es immer so, das ging Kritikern genau so, als in einer Publikation eines anderen Rollenspielverlags ein Foto von Heydrich entdeckt wurde [Satz nachträglich editiert], mit der verharmlosenden Untertitelung „Bei der Polizei“ (mutmaßlich ein Versehen, ich will auf dieser alten Geschichte nicht groß herumreiten).

Zurück zum aktuellen Skandal, dem „Grolm-Gate“: Glumbosch wird vielfach kritisiert, weil er, obwohl er sich um Ausgewogenheit bemüht, bei einigen seiner Anmerkungen, Belegen und Kritikpunkten etwas übereifrig auftritt. Seine Kernargumente jedoch bleiben bisher unwiderlegt: Die DSA-Box „Dunkle Zeiten“ birgt offenbar eine ungesunde Verquickung problematischer Motive – Gier, Hang zum Betrug und Hässlichkeit als Merkmale eines Volkes, daraus folgend Vertreibung und Genozid. Wie Glumbosch nahelegt, hat man in der DSA-Redaktion inzwischen erkannt, dass hier antisemitisch interpretierbare Klischees ausgeschlachtet wurden, und steuert dem subtil entgegen, indem man sich längst um eine weniger offensichtlich mit judenfeindlichen Stereotypen korrespondierende Beschreibung der Grolme bemüht. Nachdem der Skandal nun aber extern hochgekocht ist, wäre es angemessen wenn sich Ulisses Spiele offiziell von den problematischen Teilen jener Box distanzieren und eine Korrektur der fiktiven Geschichte Aventuriens zur Verfügung stellen würde.

Eine Vielzahl der Kritiker Glumboschs versucht derweil, ihn zu diskreditieren, ihm als Nicht-Juden das Recht abzusprechen, sich zum Antisemitismus zu äußern, wo doch einzelne Juden DSA in Schutz nehmen, oder sie finden allerlei fadenscheinige Begründungen, warum es in Ordnung sei, wenn das von Klischees lebende DSA auch antisemitische Klischees nutze.

Dies sind höchst problematische Argumentationen. Deutschland hat eine historische Verantwortung, vor der wir uns, so unangenehm sie sein mag, nicht drücken dürfen. Die Shoah allein war mehr als fürchterlich, doch Juden wurden nicht erst zur Nazizeit von Deutschen verfolgt, und ihre Verfolgung endete nicht mit dem Nationalsozialismus: Das Halle-Attentat von 2019 sollte uns doch wachgerüttelt haben! Hat es nicht, wenn ich lese, mit welcher Unbedarftheit eine Menge Leute ihre Meinung ins Internet ergießen. Aus den Reaktionen auf das Grolm-Gate folgere ich: Deutschland hat ein Antisemitismus-Problem. Der Zentralrat der Juden hat leider recht: Antisemitismus in Deutschland geht nicht nur von „den“ Muslimen aus (die Abwertung von Muslimen und die Pauschalisierung sind übrigens auch Rassismus), sondern in Form von latentem Antisemitismus kreuz und quer aus der breiten Gesellschaft (Link).

Das stimmt mich traurig. Die vierte Strophe von Heinrich Heines Weberlied kommt mir in den Sinn. Deutschland hat ein Antisemitismus-Problem.

Black Lives Matter und Rollenspiel

Mike Pondsmith, Autor von Cyberpunk 2020, schreibt über seine Erfahrungen als Afro-Amerikaner mit der Polizei (Link). Zusammenfassung: Pondsmith schrieb Cyberpunk 2020 eigentlich als dystopische Warnung, soweit sie Polizeigewalt und Amtsmissbrauch betrifft, ist sie jedoch bittere Realität.

Mehr über Pondsmith, Cyberpunk 2020 und seine anderen Werke sowie BLM erfahrt ihr im Zock-Bock-Radio (Link Episode 2).

Festhalten will ich, dass die Wut und die Frustration der BLM-Bewegung ernstzunehmen sind. Wie können wir in unserem Hobby darauf reagieren? Ein schwarzes Bild zu posten ist leicht, bedeutet aber nicht unbedingt viel. (mehr …)