Die Kunst des Ghoulu Jitsu

Treffen sich zwei erfahrene Spielleiter, diskutieren über Dramaturgie, Immersion und Würfelglück, und werden miteinander nicht grün. Warum? Sie verfolgen unterschiedliche Pfade des übergeordneten Hobbys Rollenspiel. Um Kommunikationspannen unter Spielleitern zu vermeiden, wurden unterschiedliche Spielleiterschulen ins Leben gerufen, deren Ränge (meist in Form von Gürtelfarben) beansprucht und als Würfelbecher-Gurt getragen oder als Forums-Signatur geführt werden können.

Es sei allen Spielleiter nahegelegt, sich mit den bisher bekannten Schulen auseinanderzusetzen, und in Schulen, die der eigenen Philosophie nahestehen, die höheren Ränge anzustreben. Die bisherigen Schulen sind:

        Pyro Fu, der Vater der Spielleiterschulen

        der Salon der holistischen Lehre

        das preußische Spielkunsthandwerk PJJ

und der nachfolgend beschriebene Pfad des Ghoulu Jitsu, der Grenzen überschreitet und Menschen verbindet. (mehr …)

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Published in: on August 4, 2019 at 12:43 pm  Comments (4)  
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T.I.M.E Stories – Rezension der „weißen Reihe“

Teil 2 meiner Rezension von T.I.M.E Stories befasst sich mit den einzelnen Missionen, welche das Kampagnenspiel der „weißen Reihe“ bilden. Jede dieser atmosphärisch dichten Missionen folgt ihren eigenen Regeln, hat einen anderen Twist, benötigt einen neuen Lösungsansatz. Manchmal ist bei den Missionen mehr zu holen als nur das eigentliche Missionsziel! Zudem machen einem feindliche Agenten das Leben schwer. In der abschließenden Mission, Madame, kommt es schließlich drauf an, wie erfolgreich die Agenten zuvor gewesen sind. (mehr …)

Published in: on Juli 28, 2019 at 12:07 pm  Schreibe einen Kommentar  
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T.I.M.E Stories – Rezension, Teil 1

T.I.M.E Stories will ein Hybrid aus Brett- und Rollenspiel sein, für Spieler, die keine Zeit mehr für lange Kampagnen und Mega-Dungeon-Crawls haben, die jedoch die Intensität „von damals“ noch einmal verspüren wollen. Dies ist den Designern gelungen! (mehr …)

Published in: on Juli 28, 2019 at 9:33 am  Schreibe einen Kommentar  
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Was ich mir vom Tanelorn wünsche

Tanelorn.net ist mit 2 Mio. Beiträgen in 67000 Themen und knapp 4000 Mitgliedern das größte deutschsprachige Diskussionsforum für Rollenspiele. Es ist offensichtlich nicht leicht, ein derartiges Forum fair und konsequent zu moderieren. Gegrummel über Klüngelei, Sanktionen gegen Meinungsdissidenten und fehlende Willkommenskultur für Neulinge gab es schon länger.

Gegenwärtig nutzen Moderatoren ein System von Eskalationsstufen (Ermahnungen) unbekannter Anzahl (die Hausordnung schweigt sich darüber aus), bevor gelbe, gelbrote und rote Karten (Bann von 1 Woche, 1 Monat und dauerhaft) verhängt werden. Diese Karten stellen permanente Eskalationsstufen dar, so dass es sehr schnell und ohne Zwischen-Verwarnungen zu einer weiteren Farbkarte kommen kann.

Vor kurzem wurde dem berühmt-berüchtigten Teilnehmer S. aus heiterem Himmel eine gelb-rote Karte ausgesprochen, wegen „Provokation und Eskalation sowie Beleidigungen“. Als sich im Nachhinein herausstellte, dass die Moderatoren keinen konkreten Anlass für diese Sanktion belegen konnten, sondern sich in gegenseitige Widersprüche, Behauptungen an der Grenze zur Pöbelei und Flucht ins allgemeine ergingen, habe ich aus Enttäuschung dem Tanelorn vorerst den Rücken gekehrt. Erkenntnisse der Fehleinschätzung seitens der Moderatoren in der Hitze des Gefechts, eine Rücknahmen des Vorwurfs der Beleidigung, eine Entschuldigung oder gar eine Rücknahme der gelbroten Karte blieben aus.

Möglicherweise starte ich in einem halben Jahr, nach Wechsel der Forenführung, einen Versuch der Rückkehr, Anlässe für Meinungsaustausch und wechselseitigen Erkenntnisgewinn gibt es genug. Ich wünsche mit jedoch ein neuen Ansatz der Forenführung, bei dem man versucht, aus Fehlern zu lernen und das Vertrauen der Nutzer wiederzuerlangen.

Vertrauen durch Transparenz

  • Verfehlungen, für die Sanktionen verhängt werden, müssten klar benannt werden. Pauschale Behauptungen für Störung der Forumsharmonie sind unzulänglich.
  • Auch langjährige Nutzer und Forumstreffenteilnehmer müssten vom Pöbeln abgehalten werden.
  • Die Eskalationsstufen gelb und gelbrot sollten nicht dauerhaft sein. Mangels alternativer umfassender Diskussionsforen kann eine dauerhafte Strafe bei einer geringen oder unbeabsichtigten Verfehlung unverhältnismäßig sein.
  • Einer gelbroten oder roten Karte sollten, außer bei sehr klaren Vergehen, weitere Warnungen oder Verwarnungen vorausgehen können, so dass manche Vorwürfe entweder geklärt oder durch eine Entschuldigung des Hitzkopfs beigelegt werden können.

Ich verstehe durchaus die Sorge des Betreibers, reine Trolle möglichst schnell und effizient loszuwerden. Allerdings sollen auch schon Nutzer allein wegen des Gebrauchs von GROSSBUCHSTABEN gebannt worden sein. Daher fände ich es auch schön, wenn eine neue, reformierte Forenführung das neue Jahr mit einer Generalamnestie für gelbe, gelbrote und rote Karten begänne. Die Gefahr, dass reine Trolle, die nicht am Meinungsaustausch interessiert sind, zurückkehren, halte ich für gering. Aber das verlorene Vertrauen vieler, die freiwillig oder unfreiwillig das Tanelorn verlassen haben, könnte wiedergewonnen werden und würde gewiss mit gutem Willen beantwortet werden.

Zudem bietet die PESA, eine seit 13 Jahren unermüdlich aktive Vereinigung für die Interessen der am Spieltisch Unterdrückten, hiermit an, einen Beobachter in das zukünftige reformierte Tanelorn-Moderatoren-Team zu entsenden. Dieser Beobachter hätte kein Stimmrecht in Moderatorenentscheidungen, seine Rolle läge rein in der Berichterstattung gegenüber der Öffentlichkeit, ob Entscheidungen aufgrund formal korrekter Abläufe und sachlicher Diskussionen getroffen werden. Räumt das Team dem Beobachter das Anrecht auf eine interne Stellungnahme vor Sanktionen ein, kann der Beobachter möglicherweise Fehlentscheidungen unterbinden, zumindest wüssten die Moderatoren vor ihrer Entscheidung, wie der Beobachter sie sieht.

Warten wir ab, wie sich das Tanelorn inzwischen ohne PESA-Interventionen entwickelt. Der gegenwärtige Betreiber des Tanelorn unterliegt derweil selbst einem Bannstrahl (1, 2).

A Ghoulish Song of Ice and Fire

In Wahrheit verhält es sich folgendermaßen, wie Euer ghulischer Chronist zu berichten weiß: (mehr …)

Published in: on Mai 22, 2019 at 10:17 am  Schreibe einen Kommentar  
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Haus 7: Die Geschichte vom kosmischen Ei

Auflösung und Epilog der Kampagne vom “Haus der verlorenen Seelen“.

Verzeichnis der früheren Berichte:

Einleitung

Haus 1: Ursulas Brüste

Haus 2: Pulverdampf und Paukenschlag

Haus 3: Phallen und Geheimtüren

Haus 4: Der Name der Familie

Haus 5: Die Reise ins Labyrinth

Haus 6: Schicksalsstunde an der Schwelle der Erkenntnis

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Published in: on September 16, 2018 at 6:18 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Haus 6: Schicksalsstunde an der Schwelle der Erkenntnis

Sechster Spielbericht meiner Kampagne „Das Haus der verlorenen Seelen“, in welchem freche Eindringlinge den Zorn der Erben des Hauses Westarm auf sich ziehen und Ursulas doppeltes Spiel ein Ende findet.

Personnagen: Die Zöglinge Abraham, Adamus, Bertha, Emily und Lydia TAINTPAWNS. (mehr …)

Published in: on September 15, 2018 at 11:32 am  Schreibe einen Kommentar  
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Haus 5: Die Reise ins Labyrinth

Kurzbericht der fünften Spielsitzung meiner Kampagne „Das Haus der verlorenen Seelen“.

Personnagen: Abraham, Adamus, Bertha, Emily und Lydia TAINTPAWNS. (mehr …)

Published in: on August 1, 2018 at 3:45 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Stimmungskiller OSR

Der Hype um gewisse Autoren der OSR (old school renaissance) ist übertrieben. Tatsächlich geht doch die Stimmung flöten, wenn:

  • magische Gegenstände viele Funktionen haben, die man auf seinem Personnagenbogen notieren soll, die aber allesamt fast nutzlos sind (Schriftrolle zum Schutz gegen Schnupfen und grünhaarige Katzenmenschen? Schwert +0 mit Vampirfähigkeit gegen zwergische Jungfrauen, aber nur bei Neumond?),
  • man besser gar nichts im Dungeon anfasst, weil man weiß dass die meisten Effekte den Charakter völlig unspielbar machen würden,
  • Merkwürdiges einfach grundlos ist, weil zufallsgeneriert, und der Spielleiter auch keine Ahnung hat (bspw. von Hack n Slash empfohlen: die Goldmünzen im Hort sind so aufgestapelt, dass sie exakt die Form eines liegenden menschlichen Körpers bilden),
  • Obszönes und Verstörendes reiner Selbstzweck ist (wie der perverse Brauthändler-Priester in Bad Myrmidon),
  • mit dem Holzhammer erzwungene innere Konflikte die Leichtigkeit des Heroic-Fantasy-Spiels unterbinden (Soll ich jetzt noch mehr Kinder vor dem Ertrinken retten oder lieber den vermeintlichen Kinderschänder überwachen? Ach, ich ess lieber Popcorn).

Gut, dass ich das noch zum RSP-Karneval „Stimmung“ loswerden konnte.

Published in: on Juli 31, 2018 at 12:12 pm  Comments (9)  
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Haus 4: Der Name der Familie

Vierter Spielbericht meiner Kampagne „Das Haus der verlorenen Seelen“, in welchem vieles gefunden wird: ein Gefangener findet die Freiheit, eine Statue Beweglichkeit, ein Hermaphrodit sein Ende, ein Brief seinen Empfänger und die Familie ihren Namen.

Personnagen: Die Zöglinge Abraham, Adamus, Bertha, Emily, Lydia und Marguerite. Außerdem die Bastardmenschen Schumm und Schallm sowie Bruder Victor von der Weißen Inquisition.
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